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Ältere Menschen im Wohnungswesen

Wie werden ältere alleinlebende Menschen - insbesondere Frauen - auf dem Wohnungsmarkt wahrgenommen? Die Zürcher Frauenzentrale und die Age Stiftung interessieren sich dafür, welche Rolle diese Personengruppe als Mieterinnen und Mieter haben und wie altersfreundlich die Vermietungspolitik ausgestaltet ist.

Oftmals orientiert sich Wohnen im Alter an Sonderwohnformen. Dabei lebt die grosse Mehrheit älterer Menschen in autonomen Wohnungen. Diesen gilt das vorliegende Projekt. Wir wollen untersuchen, welche Rolle ältere alleinlebende Menschen in der Wohnwirtschaft spielen und allenfalls spielen könnten.

Durch die Befragung von Immobilienbesitzer/innen bzw. Liegenschaftsverwaltungen im Kanton Zürich soll ein einem ersten Schritt in Erfahrung gebracht werden, welche Bedeutung das Kundensegment der älteren Mieterinnen und Mieter hat. Im zweiten Teil des Projekts wird erörtert, wie ältere alleinlebende Mieterinnen und Mieter ihre Wohnsituation sehen. Anhand ausgewählter Siedlungen soll in Zusammenarbeit mit den zuständigen Liegenschaftsverwaltungen und mit deren älteren Mieter/innen eruriert werden, wie die aktuelle Situation aus ihrer Perspektive wahrgenommen wird und inwieweit Verbesserungen für zukünftiges Wohnen gemacht werden könnten. Im dritten Teil sollen die herausgearbeiteten Aspekte während einer Pilotphase umgesetzt und ausprobiert werden. Der Prozess und die Ergebnisse sollen dokumentiert und in geeigneter Form weiteren Interessent/innen zur Verfügung gestellt werden.

Die Rolle der Zürcher Frauenzentrale: Die Zürcher Frauenzentrale bildet zusammen mit der Age Stiftung die Trägerschaft des Projekts. Die Zürcher Frauenzentrale war daran interessiert, ein Wohnprojekt für ältere Frauen zu unterstützen. Sie stellt dafür die Mittel des Schmid-Schwarz-Fonds zur Verfügung, ein Legat eines ihrer Mitglieder. Die Age Stiftung war daran interessiert, das Thema Wohnen im Alter im Bereich des ganz normalen Wohnens anzuschauen. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt sollten dazu führen, dass ältere alleinlebende Menschen - und das sind aus demografischen Gründen hauptsächlich Frauen - auch ohne Sonderwohnformen gut und sicher alt werden können.